Monat: Januar 2016

Ein vergnüglicher Mädelsabend

Gestern machte ich gemeinsam mit einer Freundin einen Ausflug zu zauberhaften Kollegen und erlebte einen vergnüglichen Abend. Besagte Freundin und ich hatten uns längere Zeit nicht gesehen und darum jede Menge zu erzählen. Aber bevor wir zum Erzählen kamen, ging es zunächst in den „Salon der Wunder“.

Soviel Zauberkunst wie in diesem Januar erlebe ich sonst zum Jahresanfang eher nicht. Das Jahr begann mit unserer „Stunde des Staunens„, wo wir sehr viel Spaß hatten. Dann folgte das Seminar mit Shawn Farquhar im Magischen Zirkel Berlin und gestern wieder eine Zaubershow. Drei zauberhafte Abende innerhalb von nur vierzehn Tagen – von mir aus kann das gern so weitergehen.

Aber wie war es nun?

Wir wurden zunächst herzlich begrüßt und konnten uns an der Bar noch ein Getränk kaufen. Die Zeit bis zum Start der Show verging bei Harfenmusik und netten Gesprächen wie im Flug und als es dann im Raum dunkel wurde, spürte ich glattweg ein vorfreudiges Kribbeln im Bauch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es wurde eine kurzweilige Stunde mit allerlei magischen Wundern. Besonders gefielen mir ein Kunststück, welches im Programmheft „Zauberkunst ist kein Puzzle“ genannt wurde und das Kunststück „Das Lächeln der Mona Lisa“. Ein Kartenspiel an der Angel, um Zuschauer zu ködern, ist mir bisher auch noch nicht begegnet. Fand ich sehr witzig.

Nach der Show verschlug es uns noch zu Mr. Hai am Savignyplatz. Dort ließen wir den Abend bei leckerem vietnamesischem Essen und einem Cocktail ausklingen. Wir haben sehr geschmunzelt, als wir am Nebentisch Mr. Hai persönlich entdeckten. Sein Porträt hängt in Übergröße im Lokal und da er an diesem Abend den gleichen Anzug wie auf dem Foto trug, war es wirklich sehr leicht ihn zu erkennen.

Seminar von Shawn Farquhar in Berlin

Was für ein Name! Das dachte ich, als ich die Seminarankündigung las.

Und dann sollte das Seminar auch noch an einem Mittwoch stattfinden. Aber wenigstens um 19 Uhr. Da würde ich noch einigermaßen pünktlich ins Bett kommen, hoffte ich. Ha! Was für ein Irrtum. Aber dazu später mehr.

Man hat nicht jeden Tag Gelegenheit, einen mehrfachen Preisträger internationaler Wettbewerbe zu erleben. Im Jahr 2009 wurde Shawn Farquhar auf der Zauberweltmeisterschaft FISM in Beijing (China) sogar Weltmeister.

Das Seminar, welches er in Berlin zeigte, trug den Titel „Powerful but Justified“ und bot ein buntes Potpourri an Themen.

Aber zunächst warteten wir eine ganze Weile, dass es überhaupt begann. Shawn ist offenbar eine kleine Quasselstrippe. Er unterhielt sich vor dem Seminar angeregt mit den Teilnehmern aus der ersten Reihe und vergaß dabei glattweg, auf die Uhr zu sehen. Aber der Kanadier ist so unfassbar sympathisch, dass man ihm das nicht übel nahm. Verspätet startete Shawn dann sein Seminar mit einer Vorführung seiner Variante des Becherspiels. Kurzweilig, so wie der Rest der Veranstaltung. Verschiedene Kartenkunststücke (unter anderem der Effekt, der ihn bekannt gemacht hat, die Wanderung einer unterschriebenen Karte in die versiegelte Originalschachtel), ein Mentaleffekt mit einem Sherlock Holmes Buch, ein witziges Kunststück namens „I hate kids“ und ein iPhone-Trick sind nur eine Auswahl der Themen dieses letztendlich dreieinhalbstündigen Seminars. Das Seminar fand zwar in englischer Sprache statt, wurde aber von Mirko wunderbar übersetzt, so dass jeder folgen konnte.

Nach dem Seminar stand Shawn noch für Fragen bereit und man konnte einige der erklärten Kunststücke kaufen. Wie praktisch, dass er auch Zauberhändler ist!

Ich habe zwar nichts gekauft, aber jede Menge Inspirationen mitgenommen. Die ein oder andere Idee aus diesem Seminar wird mein eigenes Programm bereichern.

Sara und Shawn Farquhar

Nach dem Seminar… Shawn sieht aus, als könnte er noch drei Stunden dran hängen. 🙂

Der Tag heute war übrigens weniger spaßig. Ich musste viel zu früh aufstehen, obwohl ich gestern viel zu spät im Bett war. Uff. Ich habe keine Ahnung, woher Shawn so unendlich viel Energie zieht. Er war nach dem Seminar sogar noch am Checkpoint Charly, wenn ich seiner Facebookseite trauen kann. Beeindruckend. Zumal er heute zum Jugendworkshop nach Meissen gefahren ist und dort sicher auch wenig Schlaf bekommen wird. Wahrscheinlich hat er irgendwo so einen kleinen Schlüssel stecken, mit dem man ihn aufziehen kann.

Eine Zaubershow zum Staunen und ein Ausflug

Es war ein erlebnisreiches Wochenende, an das ich mich gern erinnern werde.

Zunächst zauberten wir (also Fabian Weiss und ich) am Samstag im The Ritz-Carlton, Berlin. Die Fahrt dorthin war ein kleines Abenteuer, denn es war eine große Traktorendemo rund um den Potsdamer Platz angekündigt. Da standen wir ein wenig im Stau und mussten einen Umweg fahren, aber wir waren vorgewarnt und fuhren darum rechtzeitig los.

Mittlerweile ist es uns bei der „Stunde des Staunens“ zur Routine geworden, zwei Shows am Abend zu spielen. Die Vorbereitungen laufen fast von selbst und der abendliche Ablauf ist gut strukturiert. Auch das Hotel hat sich wunderbar auf uns eingestellt, so dass es sich anfühlt, als würde man nach Hause kommen, wenn wir dort zaubern. Ein schönes Gefühl.

Es ist ebenfalls ein schönes Gefühl, während der Show das Staunen in den Gesichtern der Zuschauer zu sehen. Wir hatten viel Spaß an diesem Abend. Es wurde gelacht, geaaaht und geoooht und Applaus gab es auch nicht zu knapp. Und wenn wir später im Gästebuch lesen, dass es „echt unfassbar“ und „wirklich besonders toll“ war und die Zeit zu schnell verging, dann ist es nicht nur ein wunderschönes Kompliment, sondern auch Ansporn.

Zaubershow "Stunde des Staunens"

Fabian Weiss bei der „Stunde des Staunens“

Es wurde spät (wenn man aufgetreten ist, KANN man einfach nicht direkt nach Hause ins Bett) und am nächsten Morgen fiel das Aufstehen einigermaßen schwer. Aber es half alles nichts, denn wir waren verabredet. Am Sonntag machten wir einen Ausflug zur Baustelle für den zukünftigen BER-Flughafen in Schönefeld. Treffpunkt war der jetzige Flughafen Schönefeld am Terminal D. Dort starten die Führungen über die Baustelle.

Zunächst dachte ich: „Hm. So. Und nun?“, denn wir fuhren mit einem Bus einfach nur die Straße ab, die zum Flughafen führt und es wurde uns ausführlich erklärt, wo früher mal Dörfer standen, wo ein See zugeschüttet und wo neue Straßen errichtet wurden. (Und das waren noch die interessantesten Informationen aus dem Vortrag unserer Besichtigungsführerin.) So wirklich spannend war es auch nicht, auf den Aussichtsturm zu klettern.

Aber dann fuhren wir zur Abfertigungshalle und wir durften tatsächlich hineingehen und sie besichtigen. Das war um einiges spannender. Interessant fand ich die Information, dass die Feuerwachen 24 Stunden am Tag besetzt sind – obwohl dort am Flughafen noch nichts los ist.

Fabian und Sara Selfie

Fabian und ich auf der BER-Baustelle (auch wenn man vom BER auf diesem Bild gar nichts sieht…)

Irgendwie sah es für uns Laien alles recht fertig aus. Überall brannte Licht, blinkten Bereitschaftslämpchen und wir erwarteten fast, dass Reisende mit Koffern an uns vorbeieilen würden. Und trotzdem gab es allerorten Baumaterialinseln. Es scheint also schon noch genug zu tun zu geben, bis der Flughafen endgültig fertig ist. Mal sehen, wann dort Flugzeuge starten und landen werden…

Fabians Flugversuch

Fabians Flugversuch