Ritter

Söhnchen ist schon seit längerer Zeit von Rittern fasziniert. Und als er vor ein paar Wochen auf dem Weg zur Kita eine Werbeplakat für das Ritterfest auf der Zitadelle Spandau entdeckte, gab es kaum ein anderes Thema mehr.

Es war also klar, dass wir dem Fest einen Besuch abstatten würden. Am Samstag schickten wir den Papa erst einmal zum Zaubern auf einer Einschulungsfeier, während wir uns auf den Weg zur Zitadelle machten. Das Wetter war herrlich und unsere Laune wunderbar. Und als wir das Zitadellengelände betraten, stieg unsere Laune sogar noch, denn es war ein wirklich herrliches Mittelalterfest, was dort aufgebaut war.

Für kleine angehende Ritter und Burgfräulein gab es wunderbare Dinge zu entdecken. Söhnchen versuchte sich am Armbrustschießen und probierte die Fahrgeschäfte aus. Es gab ein hölzernes handbetriebenes Riesenrad, was so ähnlich schon 1645 in Gebrauch war. Und im Karussel flog er fast bis in den Himmel hinein, so schnell ließ der Betreiber es drehen. Ein großer Spaß. (Und ich möchte nicht wissen, was der Mann abends für Muskelkater hatte…)

armbrustschiesser

Besonders beeindruckt war Söhnchen von den Ritterkämpfen und Turnieren. Der Clan vom Bullengraben zeigte gemeinsam mit dem Marien Orden, wie Ritter im Mittelalter miteinander kämpften und ließ die Zuschauer anschließend im Lager Rüstungen und Waffen an- und ausprobieren. Alles wurde geduldig erklärt und keine Frage blieb unbeantwortet.

Ein echtes Turnier konnte man dank Wenzels Ritterschaft erleben. Sehr beeindruckt hat mich, wie die Ritter am Ende mit ihren Pferden durch eine Feuerwand ritten. Ich dachte nicht, dass so etwas möglich ist.

ritterturnier

Abends gab es zum Abschluss ein Feuerwerk, das sich vor der zeitgleich stattfindenden Pyronale nicht zu verstecken brauchte.

Söhnchen war so begeistert von den Rittern, dem Turniergetümmel, den Karussels, der angenehmen Art der Marktleute und der mittelalterlichen Atmosphäre, dass wir beschlossen, am Sonntag noch einmal auf dem Fest vorbeizuschauen. Und es war eine gute Entscheidung, denn am nächsten Tag legte Söhnchen eine Knappenprüfung auf dem Steckenpferd ab und wurde anschließend zum Ritter geschlagen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich er schaute, als er die Urkunde bekam. Mir ging das Herz auf, als ich das sah. Auch im Armbrustschießen war er besser geworden. Inzwischen traf er mit fast jedem Schuss. Und die Ritter vom Marien Orden freuten sich auch ihn wieder zu sehen.

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Es gab natürlich auch wieder Ritterkämpfe und Turniere. Und wir schauten in Ruhe die Auslagen der vielen Marktstände an. Ein Holzschwert, eine Kinderarmbrust und ein Ritterhelm mit Feder wurden nach ausführlicher Beratung und harten Verhandlungen mit dem Krämer angeschafft. Nur den Zauberer haben wir jeden Tag verpasst! Sowas.

Alles in allem hatten wir ein wunderbares Wochenende.Und ihr? Was war bei euch los?

 

Fotos: Sara Ritter (privat)

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