Monat: März 2017

Vom Anfang

Aus Angst, eventuell etwas falsch zu machen, gar nicht erst anzufangen, ist keine Lösung.

Dieser Satz kam mir heute morgen in den Sinn und ich merkte sofort, es steckt noch viel mehr darin. Welch wunderbarer Anlass, darüber ein wenig ausführlicher zu schreiben.

Reue kommt mit dem Alter

Wenn man jung ist, denkt man nur selten ans Alter. So ging und geht es mir zumindest. Aber oft ist es eben doch sinnvoll. Stell dir vor, du wärest achtzig Jahre alt, pflegebedürftig und bettlägrig und alles, was du noch hast, sind Hörbücher, Fernsehen und die Gedanken in deinem Kopf. Wäre es nicht großartig, wenn es da viele wunderbare Erinnerungen gäbe?

Natürlich gibt es auch Zeiten im Leben, in denen man unentschlossen ist und selbst nicht genau weiß, was man (werden) will. Erinnere dich nur an deine Zeit kurz vor dem Schulabschluss, als es darum ging, dich für einen Beruf oder ein Studium zu entscheiden.

Die beste Lösung ist, sich auszuprobieren. Nur, wer viel sieht und erlebt, kann aus dem Vollen schöpfen.

Woher willst du wissen, dass Kunst nichts für dich ist, wenn du nie eine Galerie, ein Theater oder die Philharmonie besucht hast?

Warum ist dir klar, dass du unsportlich bist, wenn du nie getanzt oder Fußball gespielt hast?

Kannst du wirklich sicher sein, dass dir Physik oder Biologie nicht liegen, wenn du dich nie wirklich damit beschäftigt und vielleicht ein Naturkunde- oder Mitmachmuseum besucht oder andere Erfahrungen mit diesen Gebieten gesammelt hast?

Meiner Meinung nach ist es wichtig, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und immer bereit zu sein, neues zu lernen und auszuprobieren. Irgendwann spürt man, was einen glücklich und zufrieden macht.

Wenn man dann achtzig ist und auf sein Leben zurück blickt, wird ein Lächeln die Lippen umspielen. Aber nur, wenn man sich auch wirklich ausprobiert hat.

Menschen, die sich alles versagen und Angst vor neuen Dingen oder Erlebnissen haben, liegen mit achtzig Jahren im Bett und denken: „Ach, hätte ich doch nur…“

Informationen gegen die Angst

Du musst ja nicht sofort beginnen. Besser spät als niemals!

Informiere dich. Bilde dich weiter auf dem Gebiet, das dich interessiert. Zerlege das große Ziel in kleine Unterziele. Irgendwann ist es so weit und du wagst den Sprung.

Überwinde deine Ängste, probiere dich aus. Und wenn es zunächst kleine Schritte sind, die du gehst, dann ist das gut. Nur: Warte nicht zu lang. Sonst wird aus urgendwann niemals.

Fang an!

Also überlege dir jetzt sofort: Was ist mein Traum? Was kann ich tun, um meinem Traum näher zu kommen?

Und wenn dir das zu viel auf einmal ist, dann überlege dir: Was kann ich heute neues lernen oder ausprobieren?

 

 

(Foto: Luis Louro auf luislouro / 123RF Lizenzfreie Bilder)

Was ein Engel mit unserem Lebensmitteleinkauf zu tun hat

Bei Twitter wurde mir neulich ein Link zu den Salonkolumnisten in die Timeline gespült. Der Beitrag, der dort empfohlen wurde, heißt „Das Engelsche Gesetz und die grüne Blase“ und ist tatsächlich sehr lesenswert.

Gleich zu Beginn erklärt der Autor des Blogbeitrags:

Das 1857 vom deutschen Statistiker Ernst Engel aufgestellte Gesetz besagt, dass der Anteil des Einkommens, der für die Ernährung aufgewendet wird, mit steigendem Einkommen sinkt. Beim armen Schlucker gehen dreißig Prozent des Einkommens für Lebensmittel drauf, beim gut situierten Akademiker hingegen nur noch fünf Prozent.

Interessant, oder? Ich hatte mir darüber noch nie Gedanken gemacht. Dabei ist es recht logisch.

Der prozentuale Anteil des Einkommens, den ein Mensch in Lebensmittel investieren muss, sinkt mit zunehmender Höhe der Einnahmen. Jemand, der 800 Euro im Monat zur Verfügung hat, muss anteilig mehr Geld für Essen und Trinken ausgeben als jemand, der 8.000 Euro im Monat zur Verfügung hat. Sicher kann sich ein gut verdienender Mensch auch teurere Lebensmittel leisten, aber er kann nur begrenzt Lebensmittel konsumieren. Die Aufnahmefähigkeit unseres Magens ist endlich.

Und „weil ich es mir wert bin“, bio einzukaufen – das kann nur jemand, der sich (tendenziell eher teure) Bioprodukte auch leisten kann. Warum gerade dies durchaus auch eine Milchmädchenrechnung sein kann, beleuchtet Tobias Blanken nachvollziehbar und unterhaltsam.

Nun, ich will den Beitrag hier nicht paraphrasieren. Wenn dich das Thema interessiert, lies den Text bei den Salonkolumnisten.