Monat: September 2016

Wahlsonntag

Die letzten Wochen vergingen wie im Flug. Darum ist es so wunderbar, jetzt mal ausschnaufen und zur Ruhe kommen zu können.

Heute zum Beispiel machen wir fast gar nichts. Fast. Denn am Vormittag nutzten Söhnchen und ich den Gang zum Wahllokal gleich für einen Spaziergang im herrlichsten Sonnenschein.

wahlsonntagsspaziergang

Söhnchen nannte das Wahllokal übrigens immer „Wunschlokal“ und meinte, er würde sich dort wünschen, dass Kinder jeden Tag ins Freibad dürfen, um schwimmen zu üben, wenn er auch schon so alt wäre, dass er heute wählen dürfte. Ich erklärte ihm dann auf dem Weg dorthin, wie die Wahl funktioniert und warum wir Erwachsenen das machen. Das fand er spannend. Er meinte nur, dass die Parteien mal an ihren Namen arbeiten könnten… Die meisten haben einfach nur drei Buchstaben – das ist doch langweilig.

Heute Nachmittag spielt er schon die meiste Zeit Ritterangriff. Immer noch ein großes Thema, seit wir letztes Wochenende auf der Zitadelle Spandau waren.

ritterangriffsverteidigung

Tja, und mehr Neuigkeiten gibt`s auch schon gar nicht zu berichten. Schönen Wahlsonntag noch. 🙂

 

PS: Ich finde wählen gehen übrigens richtig und wichtig!

 

Fotos: Sara Ritter (privat)

Zaubershow im Quatsch Comedy Club

pcmuttoncurryspectacular_

Was für ein wunderbares Erlebnis! Am Mittwoch verzauberten wir die Hauptstadt und brachten eine fulminante Show auf die Bühne. Einen ausführlichen Bericht findet man im Blog der it`s magic! -Webseite. Hier gibt`s ein paar Hintergrundinformationen. Interessiert? Dann lies weiter.

Wir Zauberkünstler trafen uns um 16 Uhr im Quatsch Comedy Club zur Tonprobe. Die Garderoben waren schnell untereinander aufgeteilt und dann ging es auch schon auf die Bühne.

tonprobe_2

Die Mikros wurden verteilt… Ich hatte die Nummer drei. Und dann gingen wir den Ablauf der Show von der Technikseite her durch. Wer braucht wann welche Lichteinstellung? Werden zusätzliche Handmikros benötigt (zum Beispiel für einen Zuschauer, der auf die Bühne gebeten wird)? Wer geht von welcher Seite auf die Bühne? Müssen Requisiten aufgebaut werden?

Das alles lief wie geschmiert, was nicht zuletzt auch am wunderbaren Techniker Franz lag.

Die Vorfreude stieg, je näher der Einlass rückte. Und dann war es endlich soweit. Eine Stunde vor Showbeginn kleckerten die ersten Zuschauer ins Foyer, um ihre Eintrittskarten abzuholen, schon das ein oder andere Getränk zu genießen (es war sooooooooo warm draußen) und ein Schwätzchen mit den umherwuselnden Künstlern zu halten. Einige von uns hatten sich auch in die Garderoben hinter der Bühne zurückgezogen. Ich kümmerte mich um die noch zu verteilenden Eintrittskarten, denn nicht jedem konnten wir sie vorher zuschicken.

Es war toll, einige lieb gewonnene Freunde und bekannte Gesichter unter den Zuschauern zu entdecken. Die Satoris schauten vorbei. Das war wunderbar. Und auch Andreas Engel, ein geliebter Zauberfreund, war als Zuschauer dabei. Christopher Flade vom „Hops und Hopsi Kinderprogramm“ kannte ich bisher nicht persönlich, durfte ich an diesem Abend aber als sehr angenehmen Gast und Gesprächspartner kennen lernen.

Den ausführlichen Showbericht erspare ich euch an dieser Stelle. Schließlich gibt es den im Blog bei www.zaubergala-berlin.de nachzulesen. Schauen wir lieber hinter die Bühne. Dort ging es sehr harmonisch und entspannt zu. Das habe ich anderswo schon gaaaaaanz anders erlebt. Darum noch einmal: Wirklich großartig, wie toll alles klappte.

backstage

Mein Auftritt war die zweite Darbietung im zweiten Teil. Also fast direkt nach der Pause und so was von direkt nach Abdul und Luigi (die man da oben mit Fabian auf einem Backstagefoto sieht). Das war angenehm, denn so konnte ich den ersten Teil im Zuschauerraum genießen.

Besonders witzig fand ich die Entfesselung von Martin Sierp. Huch, da fällt mir ein, dass ich die im Showbericht auf der „it`s magic!“ – Webseite gar nicht erwähnt habe. Muss ich noch nachtragen. Nun, jedenfalls war es grandios, wie er die Zuschauer einbezog und am Schluss im zerrissenen Anzug auf der Bühne stand. Sehr lachen musste ich auch bei seiner Trickerklärung der „verschwindenden Ketchupflasche“. In Zeitlupe sah man Fabian auf die Bühne flitzen und Martin die Ketchupflasche stibitzen.

martin-sierp_fabian-weiss_ketchup

Ich will jetzt nicht jeden Künstler aufzählen, den man während der Show bewundern durfte. Ehrlich gesagt fand ich nämlich jeden einzelnen von ihnen wunderbar! Es war ein grandioser Abend, den ich in wunderschöner Erinnerung behalten werde.

Nach der Show haben wir noch lange zusammengesessen und über Zauberei und das Leben philosophiert. Zum Glück hatten wir Söhnchen an seine Kitafreundin Elfi als Übernachtungsgast „verkauft“, sonst hätten wir gar nicht so lange unterwegs sein können.

Ein einziges Manko gibt es von diesem Abend zu berichten. Wir haben im Vorfeld niemanden gefunden, der Fotos von der Show macht. Es war wie verhext! Niemand, den wir fragten, hatte Zeit. Insofern wird diese Show einfach so in Erinnerung bleiben müssen. Abgesehen von ein paar Schnappschüssen, die ich zwischendurch knipste und die einen schrecklichen Weißabgleich haben. Vom Fotografieren habe ich halt echt viel weniger Ahnung als vom Zaubern.

Die letzten Wochen und Monate waren teilweise sehr anstrengend und aufreibend. Es ist eine große Herausforderung, eine solche Show zu organisieren, vor allem wenn einem manch überraschende Steine in den Weg gelegt werden, mit denen man vorher überhaupt nicht gerechnet hat. Darum an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben! Und danke an die wunderbaren Künstler, die im Quatsch Comedy Club an diesem Abend auf der Bühne standen! Es war eine einzigartige Erfahrung, mit euch zusammenarbeiten zu dürfen.

 

 

Fotos: Sara Ritter (privat)

Ritter

Söhnchen ist schon seit längerer Zeit von Rittern fasziniert. Und als er vor ein paar Wochen auf dem Weg zur Kita eine Werbeplakat für das Ritterfest auf der Zitadelle Spandau entdeckte, gab es kaum ein anderes Thema mehr.

Es war also klar, dass wir dem Fest einen Besuch abstatten würden. Am Samstag schickten wir den Papa erst einmal zum Zaubern auf einer Einschulungsfeier, während wir uns auf den Weg zur Zitadelle machten. Das Wetter war herrlich und unsere Laune wunderbar. Und als wir das Zitadellengelände betraten, stieg unsere Laune sogar noch, denn es war ein wirklich herrliches Mittelalterfest, was dort aufgebaut war.

Für kleine angehende Ritter und Burgfräulein gab es wunderbare Dinge zu entdecken. Söhnchen versuchte sich am Armbrustschießen und probierte die Fahrgeschäfte aus. Es gab ein hölzernes handbetriebenes Riesenrad, was so ähnlich schon 1645 in Gebrauch war. Und im Karussel flog er fast bis in den Himmel hinein, so schnell ließ der Betreiber es drehen. Ein großer Spaß. (Und ich möchte nicht wissen, was der Mann abends für Muskelkater hatte…)

armbrustschiesser

Besonders beeindruckt war Söhnchen von den Ritterkämpfen und Turnieren. Der Clan vom Bullengraben zeigte gemeinsam mit dem Marien Orden, wie Ritter im Mittelalter miteinander kämpften und ließ die Zuschauer anschließend im Lager Rüstungen und Waffen an- und ausprobieren. Alles wurde geduldig erklärt und keine Frage blieb unbeantwortet.

Ein echtes Turnier konnte man dank Wenzels Ritterschaft erleben. Sehr beeindruckt hat mich, wie die Ritter am Ende mit ihren Pferden durch eine Feuerwand ritten. Ich dachte nicht, dass so etwas möglich ist.

ritterturnier

Abends gab es zum Abschluss ein Feuerwerk, das sich vor der zeitgleich stattfindenden Pyronale nicht zu verstecken brauchte.

Söhnchen war so begeistert von den Rittern, dem Turniergetümmel, den Karussels, der angenehmen Art der Marktleute und der mittelalterlichen Atmosphäre, dass wir beschlossen, am Sonntag noch einmal auf dem Fest vorbeizuschauen. Und es war eine gute Entscheidung, denn am nächsten Tag legte Söhnchen eine Knappenprüfung auf dem Steckenpferd ab und wurde anschließend zum Ritter geschlagen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich er schaute, als er die Urkunde bekam. Mir ging das Herz auf, als ich das sah. Auch im Armbrustschießen war er besser geworden. Inzwischen traf er mit fast jedem Schuss. Und die Ritter vom Marien Orden freuten sich auch ihn wieder zu sehen.

ritterturnier_2

Es gab natürlich auch wieder Ritterkämpfe und Turniere. Und wir schauten in Ruhe die Auslagen der vielen Marktstände an. Ein Holzschwert, eine Kinderarmbrust und ein Ritterhelm mit Feder wurden nach ausführlicher Beratung und harten Verhandlungen mit dem Krämer angeschafft. Nur den Zauberer haben wir jeden Tag verpasst! Sowas.

Alles in allem hatten wir ein wunderbares Wochenende.Und ihr? Was war bei euch los?

 

Fotos: Sara Ritter (privat)

Schattierungen von Grün und Blau

Geht es euch eigentlich auch so? Sobald ich mich stoße (und ich stoße mich oft), kriege ich einen blauen Fleck. Er kommt zwar relativ schnell, dafür lässt er sich mit dem Gehen Zeit.

Tja, und so darf ich dann rumlaufen. Tagelang! Schön ist das nicht. Zumal er dann ja noch diverse Schattierungen von Grün und Blau durchläuft.

Nun haben wir nächste Woche eine große Zaubershow im Quatsch Comedy Club. Und ich frage mich jetzt, ob ich die Rocklänge am Mittwoch entsprechend anpasse oder ob ich einfach dazu stehe. So ein blaues Knie oder ein kunterbunter Oberarm ist irgendwie auch ein Alleinstellungsmerkmal, ne?

saharasarahne

Wie haltet ihr das mit Tollpatschmalen? Verstecken? Präsentieren? Ignorieren?

 

 

Grafik: natbasil / 123RF Lizenzfreie Bilder