Vom Anfang

Aus Angst, eventuell etwas falsch zu machen, gar nicht erst anzufangen, ist keine Lösung.

Dieser Satz kam mir heute morgen in den Sinn und ich merkte sofort, es steckt noch viel mehr darin. Welch wunderbarer Anlass, darüber ein wenig ausführlicher zu schreiben.

Reue kommt mit dem Alter

Wenn man jung ist, denkt man nur selten ans Alter. So ging und geht es mir zumindest. Aber oft ist es eben doch sinnvoll. Stell dir vor, du wärest achtzig Jahre alt, pflegebedürftig und bettlägrig und alles, was du noch hast, sind Hörbücher, Fernsehen und die Gedanken in deinem Kopf. Wäre es nicht großartig, wenn es da viele wunderbare Erinnerungen gäbe?

Natürlich gibt es auch Zeiten im Leben, in denen man unentschlossen ist und selbst nicht genau weiß, was man (werden) will. Erinnere dich nur an deine Zeit kurz vor dem Schulabschluss, als es darum ging, dich für einen Beruf oder ein Studium zu entscheiden.

Die beste Lösung ist, sich auszuprobieren. Nur, wer viel sieht und erlebt, kann aus dem Vollen schöpfen.

Woher willst du wissen, dass Kunst nichts für dich ist, wenn du nie eine Galerie, ein Theater oder die Philharmonie besucht hast?

Warum ist dir klar, dass du unsportlich bist, wenn du nie getanzt oder Fußball gespielt hast?

Kannst du wirklich sicher sein, dass dir Physik oder Biologie nicht liegen, wenn du dich nie wirklich damit beschäftigt und vielleicht ein Naturkunde- oder Mitmachmuseum besucht oder andere Erfahrungen mit diesen Gebieten gesammelt hast?

Meiner Meinung nach ist es wichtig, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und immer bereit zu sein, neues zu lernen und auszuprobieren. Irgendwann spürt man, was einen glücklich und zufrieden macht.

Wenn man dann achtzig ist und auf sein Leben zurück blickt, wird ein Lächeln die Lippen umspielen. Aber nur, wenn man sich auch wirklich ausprobiert hat.

Menschen, die sich alles versagen und Angst vor neuen Dingen oder Erlebnissen haben, liegen mit achtzig Jahren im Bett und denken: „Ach, hätte ich doch nur…“

Informationen gegen die Angst

Du musst ja nicht sofort beginnen. Besser spät als niemals!

Informiere dich. Bilde dich weiter auf dem Gebiet, das dich interessiert. Zerlege das große Ziel in kleine Unterziele. Irgendwann ist es so weit und du wagst den Sprung.

Überwinde deine Ängste, probiere dich aus. Und wenn es zunächst kleine Schritte sind, die du gehst, dann ist das gut. Nur: Warte nicht zu lang. Sonst wird aus urgendwann niemals.

Fang an!

Also überlege dir jetzt sofort: Was ist mein Traum? Was kann ich tun, um meinem Traum näher zu kommen?

Und wenn dir das zu viel auf einmal ist, dann überlege dir: Was kann ich heute neues lernen oder ausprobieren?

 

 

(Foto: Luis Louro auf luislouro / 123RF Lizenzfreie Bilder)

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